GYNÄKOMASTIE (BRUSTVERKLEINERUNG BEI MÄNNERN)

Auch für viele Männer kann die Brustform ein Albtraum sein. Sie ist ein sehr wichtiger Faktor, der sowohl das Selbstbewusstsein, den Alltag und die Psyche, als auch den beruflichen Erfolg beeinflussen kann. Ein Anwachsen der Brustgröße beim Mann ist in der Regel auf hormonelle Ursachen und/oder auf Ernährung und Lebensweise zurückzuführen. Davon betroffen sind ca. 10% der Männer. Bevor sich jedoch Männer einer Brustverkleinerung (Gynäkomastie) unterziehen, sollten sie mit einem plastischen Chirurgen ausführlich über ihre Erwartungen und die Möglichkeiten der OP sprechen. Die Gynäkomastie ist keine einfache Operation. Es können Komplikationen wie Infektionen, Wundheilungsstörungen, Gefühlsverlust (speziell an den Brustwarzen) und Narbenbildung auftreten. Die verbesserte Symmetrie der Brüste ist ein weiterer Effekt dieser OP, wobei eine 100%ige Symmetrie zu keiner Zeit gewährleistet werden kann. Patienten sollten mindestens drei bis vier Tage vor der Operation ausführlich über den Eingriff informiert werden und eine Einverständniserklärung unterschreiben. Auf den Konsum von Alkohol, Zigaretten und Knoblauch sollten Sie gänzlich verzichten, ebenso auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente. Hinsichtlich der Dauer dieses Verzichts befragen Sie bitte Ihren Arzt. Die Gynäkomastie wird unter Anästhesie durchgeführt.

Dr. Satir bevorzugt hier die Liposuktion-Brustdrüsenexzision-Methode. Dabei wird ein halbmondförmiger Schnitt um die Brustwarze gemacht, durch den dann Brustgewebe exzisiert und mittels Liposuktion Fettgewebe entfernt werden kann.

Die Dauer des Eingriffs beträgt etwa eine bis eineinhalb Stunden. Abhängig vom Zustand des Patienten verbleibt dieser nach dem Eingriff zur Beobachtung in der Klinik oder wird entlassen. Es gibt verschiedene Techniken, die während der Operation Verwendung finden können. Welche letztendlich zum Einsatz kommt, hängt auch vom Grad der Gynäkomastie des Patienten ab. Dr. Satir bevorzugt in der Regel die Liposuktion bei gleichzeitiger Entnahme von Hautgewebe, falls erforderlich. Drainagen werden bei Eingriffen dieser Art von ihm kaum verwendet. Nach der Operation wird das Tragen eines speziellen, stützenden Korsetts empfohlen. Dieses sollte in den ersten sechs bis 24 Wochen nach der OP ca. sechs bis zwölf Stunden täglich getragen werden.

Nach zehn bis 15 Tagen werden die Patienten dann zum Ziehen der Nähte bestellt. Zur sechsten und zwölften Woche sowie im sechsten Monat nach dem Eingriff sollten die Patienten zur Kontrolle außerdem noch ihren Arzt aufsuchen. Abhängig von der Gesamtsituation werden manchen Patienten auch Vakuummassagen empfohlen. Als schwerwiegendste Folge des Eingriffs kann ein langfristiger Gefühlsverlust in der operierten Region auftreten.