FUT HAARTRANSPLANTATIONSMETHODE

Haartransplantationsoperationen sind Übertragungen von hormonresistenten Haarfollikeln aus dem Nackenbereich an kahle oder lichte Stellen auf dem Kopf. Hierbei kommen verschiedene Techniken zur Anwendung.

Haartransplantationen nach der FUT-Methode erfolgen in der Regel in lokaler Anästhesie. Jedoch können in einigen Fällen zusätzliche Schmerz-und Beruhigungsmittel erforderlich sein. Der Einsatz allgemeiner Anästhesie ist dagegen nicht üblich.

Operationen mit der FUT-Methode dauern normalerweise vier bis neun Stunden, wobei die Anzahl der zu verpflanzenden Follikel für die Dauer maßgeblich ist. Die Haare werden zunächst im Nackenbereich auf ca. 2 bis 5 mm gekürzt. Um Faktoren wie Haardichte, Elastizität der Kopfhaut, Menge der zu transplantierenden Haare und Gewebebeschaffenheit ermitteln zu können, wird bei lokaler Betäubung ein Stück der Kopfhaut chirurgisch entfernt.

Bei diesem Teil des operativen Vorganges ist es wichtig, Schnitte parallel zu den Eintrittskanten des Haares zu machen, um den Verlust von Follikeleinheiten zu reduzieren und Narbenbildung zu vermeiden. Nach der Gewebeentnahme wird die Stelle vernäht. Nach der Entnahme ist der Schnittbereich nicht sichtbar, da die Platzierung so gewählt wurde, dass genügend Deckhaar vorhanden ist, um den Bereich abzudecken. Das chirurgisch entfernte Gewebe wird anschließend unter einem Mikroskop in Follikeleinheiten sondiert. Nachdem auch der Transplantationsbereich lokal anästhesiert wurde, werden die entnommenen Follikel durch Öffnen von schlitzförmigen Kanälen eingesetzt.

In der Regel treten nach der Operation keine Beschwerden auf. Um die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen und Krustenbildung zu vermeiden, sollte die erste Wäsche erst nach 48 Stunden durchgeführt werden. Gerne kann der Waschvorgang auch durch geschultes Personal in der Klinik erfolgen. Dieser Waschvorgang wird nun täglich bis zum zehnten Tag wiederholt. Die Nähte werden schließlich am 15. Tag entfernt. Die postoperativen Schwellungen klingen im Regelfall binnen zwei bis drei Tagen ab. Mögliche Schwellungen können darüber hinaus auch durch Kühlung reduziert werden. Transplantierte Haare fallen im Zeitraum von 15 bis 90 Tagen aus, was aber keinen Grund zur Beunruhigung darstellt. Nach einer Regenerationsphase von acht bis zehn Wochen beginnen die Haare nämlich erneut anzuwachsen. Im Zeitraum von drei bis zwölf Monaten nach dem Eingriff kann es ferner zu Akne und einem Taubheitsgefühl auf der Kopfhaut kommen. Falls weitere

Transplantationen notwendig oder geplant sein sollten, so können diese nur in Abständen von sechs Monaten erfolgen.

Die Nachteile der FUT-Methode:
1- Die maximale Anzahl von Transplantaten beträgt lediglich maximal 1.500 Follikel. (Im Durchschnitt sind es ca. 800 bis 1.200 Follikel.)
2- Die Entnahmestellen sind permanent sichtbar.