BRUSTVERGRÖSSERUNG

Brustform und -größe sind für viele Frauen sehr wichtige Körpermerkmale. Neben dem äußeren Erscheinungsbild sowie einer verbesserten Tragbarkeit der Kleidung hat die Größe der Brüste aber oft auch entscheidenden Einfluss auf die eigene Präsenz in sozialen und visuellen Medien. Zudem wird sie häufig als erfolgsfördernd im Berufsleben betrachtet. “Zu kleine“ Brüste können sich des Weiteren unmittelbar auf das Sexual- und das Familienleben auswirken. Brustvergrößerungen gehören somit zu den weltweit von plastischen Chirurgen am häufigsten und erfolgreichsten durchgeführten ästhetischen Operationen. Dabei sind die Erwartungen jeder Patientin unterschiedlich und der Erfolg der Operation hängt auch ganz von der Anatomie der jeweiligen Patientin ab.

Bei einer Brustvergrößerung werden zumeist Silikonimplantate verwendet. Häufig werden Vergrößerungen heute aber auch durch Eigenfett-Injektionen durchgeführt. Silikonimplantate werden grob in anatomische (tropfenförmige) und runde Formen eingeteilt. Welche Form aber letztendlich verwendet wird, hängt sowohl von den Erfahrungen des Chirurgen, als auch von den Erwartungen der Patientin ab. Wissenschaftlich betrachtet haben beide Formen keinerlei Vor- oder Nachteile gegenüber der jeweils anderen.

Die mit einem Serum gefüllten Implantate werden infolge ausführlicher Untersuchungen der FDA (Food and Drug Administration) kaum mehr verwendet. Diese Untersuchungen konnten belegen, dass Silikonimplantate keine Nebenwirkungen haben und somit bedenkenlos implantiert werden können. Das größte postoperative Risiko der Brustvergrößerung ist die Kapselreaktion. Ebenso sind eine beeinträchtigte Wundheilung, Infektionen, Blutungen sowie die Entstehung von Hämatomen mögliche postoperative Risiken. Das Stillen wird dagegen in keiner Weise beeinträchtigt. Im Gegensatz zu einer Mammographie wird bei der Brustvergrößerung Ultraschall zur weiteren Untersuchung bevorzugt. Schmerzen und Schwellungen sind nur vorübergehende Nebeneffekte.

Patientinnen sollten über die Operation mindestens drei bis vier Tage vorher informiert werden und eine Einverständniserklärung unterzeichnen. Der Konsum von Zigaretten, Alkohol, blutverdünnenden Medikamenten und/oder Knoblauch sollte vor der OP eingestellt werden. Hinsichtlich der Dauer des Verzichts auf diesen Konsum befragen Sie bitte Ihren Arzt. Die Operation wird unter Narkose durchgeführt. Dr. Satir bevorzugt bei seinen Brustoperationen die von ihm entwickelte und patentierte “Dr. Satir Brusthaken”-Methode. Im Vergleich zu anderen Methoden kann dadurch eine enorme Zeitersparnis erzielt werden. Die OP dauert dank dieses patentierten Verfahrens nur ca. 30 bis 50 Minuten. Allerdings greift jeder Arzt auf andere Erfahrungen zurück und bevorzugt deshalb womöglich auch eine andere Methode. Nach der OP ist dann lediglich ein Klinikaufenthalt von einer Nacht vorgesehen. Anschließend kann die Patientin aus der Klinik entlassen werden.

Es gibt drei Hauptinzisionen, die während der Operation verwendet werden:
1- Inframammäre Schnittführung (die ich bevorzuge und die am häufigsten angewendet wird)
2- Periareoläre Schnittführung
3- Axilläre Schnittführung

Das Implantat kann unter der Brustdrüse oder unter dem Muskel implantiert werden. Dr. Satir bevorzugt die Dual Plane Methode (die am größten Muskel in dieser Region zur Anwendung kommt). Man kann jedoch auch den Vollmuskel in Erwägung ziehen. Hierbei favorisiert Dr. Satir in der Regel die eigens entwickelte und patentierte Elevator Methode. Somit erzielt er bei seinen OPs einen breiteren Blickwinkel, verkürzt die Operationsdauer und minimiert dadurch mögliche Blutungen während der OP. Dr. Satir verwendet bei dieser Methode keine Entwässerung. Nach der Operation werden der Patientin ein spezieller BH und zwei Stuttgarter Korsetts zur Stützung und Heilung angelegt. Es wird empfohlen, diese in den ersten sechs Wochen 24 Stunden täglich und in den darauffolgenden sechs Wochen zwölf Stunden täglich zu tragen. Dr. Satir rät außerdem dazu, nach dem Entfernen der Nähte, leichte Massagen und ab der sechsten Woche nach der OP, etwas intensivere Massagen durchführen zu lassen. Die Patientinnen werden jeweils zwischen dem 10. und dem 15. Tag nach der OP und zwischen der 6. und 12. Woche zur Kontrolle gebeten. Falls keine postoperativen Komplikationen auftreten, können die Implantate bedenkenlos ein Leben lang getragen werden.