BRUSTSTRAFFUNG (VERGRÖSSERUNG)

Die Brustform und die Größe der Brust sind für viele Frauen in Bezug auf ihr äußeres Erscheinungsbild, ihr Selbstbewusstsein und ihre soziale Wahrnehmung sehr wichtig. Die strukturelle Schwächung des Brustgewebes (hängende Brüste) kann als Folge von starken Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften und hormonellen Veränderungen (z.B. Menopause) auftreten. Vor einer Operation sollten Patientinnen ausführlich mit ihrem plastischen Chirurgen über ihre Erwartungen und die Möglichkeiten des Eingriffs sprechen, um das Gesamtergebnis dahingehend steuern zu können. Im Anschluss daran kann eine Brustvergrößerung durchgeführt werden. Die Bruststraffungschirurgie ist keine leichte Operation. Es können in der Folge Komplikationen wie Infektionen, Wundheilungsstörungen, Gefühlsverlust (speziell an den Brustwarzen) und/oder Narbenbildung auftreten. Durch die OP kann die Gesamtsymmetrie der Brüste verbessert werden, wobei eine vollkommene Symmetrie zu keiner Zeit gewährleistet werden kann. Folgt dem Eingriff außerdem eine weitere Brust-OP, so erhöht sich dadurch das Risiko um ein Vielfaches. Bei Verwendung von Silikonimplantaten kann es ferner zu Kapselreaktionen kommen.

Wegen der hohen Revisionskomplikationsraten führen einige plastische Chirurgen solche Operationen in zwei Sitzungen durch. Die Patientinnen sollten mindestens drei bis vier Tage vor der OP über den Eingriff informiert werden und eine Einverständniserklärung unterschreiben. Auf den Genuss von Tabak, Alkohol und Knoblauch, sowie auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente sollte vor der Operation gänzlich verzichtet werden. Hinsichtlich der Dauer des Verzichts befragen Sie bitte Ihren Arzt.

Die Operation sollte unter Narkose erfolgen. Falls der Eingriff von einer weiteren OP begleitet wird, so variiert die Dauer zwischen zwei und vier Stunden. Während der Operation wendet Dr. Satir die vertikale Hautschnitttechnik an. Die angewendete Technik ist dabei jedoch immer abhängig von den Erfahrungen des Chirurgen, der den Eingriff vornimmt. Situationsabhängig kann die Patientin im Anschluss an die OP entweder zur Beobachtung und zur Vermeidung von Komplikationen auf Station gebracht oder entlassen werden. Falls keine begleitende OP durchgeführt wird, verzichtet Dr. Satir in der Regel auf den Einsatz von Drainagen.

Nach der Operation werden der Patientin ein spezieller BH und zwei Stuttgarter Korsetts zur Stützung und Heilung angelegt. Es wird empfohlen, diese in den ersten sechs Wochen 24 Stunden täglich und in den darauffolgenden sechs Wochen zwölf Stunden täglich zu tragen. Die Patientinnen werden jeweils am 14. Tag nach der OP, in der 6. und 12. postoperativen Woche, sowie im sechsten Monat nach der OP zur Kontrolle gebeten.