BAUCHSTRAFFUNG (TUMMY TUCK)

Insbesondere in den letzten 100 Jahren bis heute hat das Ideal einer schmalen dünnen Taille, auch durch den Einfluss der Medien, an Bedeutung gewonnen und ist zum Inbegriff der Weiblichkeit geworden. Speziell Risse und Hauterschlaffungen nach einer Geburt stellen für viele Frauen ein großes Problem im Bereich des Bauches dar. Das Erschlaffen der Bauchmuskultur (Rectus Diastasis) kann diesen Effekt zusätzlich verstärken.

Diese Problematik kann aber häufig nicht allein durch Sport oder eine Fettabsaugung gelöst werden. Notwendig werden deshalb eine Exzision des Bauches (Straffung) und Fettextraktion. Meistens muss im Zuge dieses Eingriffs auch ein neuer Bauchnabel geformt und positioniert werden. Die Bauchstraffung kann bei guten Voraussetzungen zu sehr schönen Ergebnissen führen. Patientinnen sollten sich im Falle zu hoher Erwartungen aber auch bewusst darüber sein, dass das Resultat eventuell nicht ihren Vorstellungen entsprechen könnte. Insbesondere sollten sich Patientinnen über die Entstehung von Narben im Klaren sein.

Wie jede Operation birgt auch die Bauchstraffung gewisse Risiken. Um diese Risiken zu minimieren, sollte die OP immer von einem erfahrenen Fach-Chirurgen durchgeführt werden. Schwellungen, Hämatome, Flüssigkeitsansammlungen nach dem Eingriff (Seroma), Infektionen und Schmerzen können ebenso auftreten wie ein Taubheitsgefühl. Distinktive Narben sind aber in der Regel die schwerwiegendste Begleiterscheinung. Die Patientinnen sollten im Vorfeld der Operation deshalb ausführlich über den Eingriff informiert werden und eine Einverständniserklärung unterschreiben. Auf den Konsum von Alkohol, Zigaretten und Knoblauch sollten sie gänzlich verzichten, ebenso auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente. Hinsichtlich der Dauer des Verzichts befragen Sie bitte Ihren Arzt.

Die Operation wird in Vollnarkose unter Klinik-Bedingungen durchgeführt. In der Regel können Patientinnen die Klinik ein bis zwei Tage nach der Operation verlassen. Eine Drainage ist unter Umständen ca. ein bis vier Tage nach der Operation notwendig. Das Tragen eines Korsetts ist unabdingbar. Dieses sollte ca. sechs bis zwölf Wochen getragen werden, wobei die Patientin in den ersten beiden Wochen nach der OP möglichst aufrecht gehen sollte.

Für die Dauer von sechs bis zwölf Wochen sollte auf sportliche Aktivitäten verzichtet werden. Im Anschluss an den Eingriff könnten gegebenenfalls noch kleinere Korrekturen erforderlich sein. Auch ist es möglich, dass nach drei bis zwölf Monaten eine erneute Straffung ratsam ist.